Tokio Hotel
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Nur ein Traum?

 

Gleich war endlich Pause, wie sehr ich Mathe hasste. Endlich klingelte es, alle standen auf und ich saß noch bisschen, bis alle aufgestanden waren, sonst wurde das zu voll. Lisa und Mona kickerte und sagten: „ Guck mal, Anna, was Tom da macht“. Tom war mein bester Freund, und ich war in ihn verliebt. Das wusste er nicht, ich wollte das ihm schon immer sagen, aber ich traute mich nie. Naja… Ich stand auf und ging ans Fenster… Mir kamen fast die Tränen. Tom schrieb auf dem Schulhof ein großes Herz und im Herz stand: Anna + Tom.

 

„Hey Anna, wir haben Pause“, rüttelte mich Frau Freter, die Mathelehrerin.

Ich schaute auf und ging schnell ans Fenster und wurde enttäuscht, denn es war nur ein Traum. Traurig ging ich nach draußen.

„Anna, was ist los? Warum bist du traurig?“, fragte mich Tom.

„Ach, ist wegen Mathe!“, log ich.

„Ach es geht ja schon wieder… Bald bist du ja Frau Freter lo…“ Dann kam Lara zu uns und lächelte Tom an, Tom wurde rot, Lara ging wieder.

„Habe ich dir schon mal gesagt, dass ich sie heiß finde?“, fragte mich Tom und hatte den Blick aber nach Lara. Ich antwortete nicht, ich wurde noch trauriger. Ich liebte doch Tom, warum liebte er mich nicht?

„Keine Antwort ist auch eine Antwort. Hast du Lust mit mir am Wochenende am See zu zelten?“

Innerlich freute ich mich total, ein ganzes Wochenende mit ihm alleine zu sein, aber ich zeigte es nicht, sagte nur: „Joa, wäre keine schlechte Idee.“

„Gut, habe auch gehört, dass Lara auch dabei sein sollte.“

Wieder wurde ich enttäuscht. Also doch nicht mit ihm alleine. Die anderen kamen auch. Naja… vielleicht wird’s doch toll??

„Anna, was ist denn mit dir los?“, fragte er mich jetzt mit einem ernsten Gesicht.

„Du bist doch meine beste Freundin, und wir haben uns geschworen, wenn einer von uns was hat, wird es sofort darüber gesprochen.“

Er hatte Recht, wir hatten uns versprochen, aber jetzt konnte ich es ihm nicht sagen. Ich musste erstmal auf den richtigen Zeitpunkt warten.

„Tom, ich weiß. Aber es gerade nicht der richtigen Zeitpunkt!“

„Hm… Wenn du meinst, aber merkt dir das, ich bin immer an deiner Seite, egal was passiert!“

„Danke, Tom!“

Ich umarmte ihn. Er drückte mich ganz fest. Seine Wärme, sein Geruch, seine schöne, weiche Haut, ich liebte alles an ihn.

Die Pause war schon zu Ende.

 

Einige Tage vergingen und wir waren schon am See. Lara war dabei, sie hatte sich extrem geschminkt und kurze Klamotten getragen, was ich total ätzend fand, naja ihre Sache halt. Die meisten Jungen hatten die Augen nur für sie. Ich dachte, wenn ich mal wegginge, würde mich ja keiner bemerken, also ging ich auch weg. Nach einiger Zeit sah ich eine andere Gruppe, die auch am See zeltete. Ich ging zu denen.

„Na, auch am saufen?“

Ein Junge blicktete zu mir auf, sah erstmal verwirrt aus.

„Ja und wer bist du?“

„Ach ich bin die Anna, unsere Freunden und ich sind hier gekommen, dann ist ein Mädchen gekommen und dann hatten alle die Augen nur für sie und da dachte ich, wenn ich wegginge, würde mich eh ja keiner bemerken. Ich hatte echt kein Bock auf diese Tussi.“

„Oh… Bei so einem schönen Mädchen muss man ja doch auch die Augen haben, hast du Lust bei uns zu sitzen? Außerdem, ich bin Tobias.“

„Ja, wenn ich darf?“

„Ja, bei so einem süßen Mädchen kann ich da echt nicht Nein sagen.“ Ich lachte und ich setzte mich zu denen und hatte viel Spaß mit den Anderen. Irgendwann wurde ich richtig voll und hatte keine Kontrolle über mich.

Am nächsten Morgen stand ich nackig neben Tobias. Hatte ich etwa…? Nein, das darf nicht wahr sein. Habe wir denn auch Kondom benutzt? Tobias wurde nach einem Weilchen auch wach.

„Na süße, gut geschlafen? Es war echt schön mit dir, gestern Abend.“

„Waren wir verhütet?“

„Äh, nein?!“

„Scheiße!“

Ich zog mich schnell an und ging zu meiner Gruppe. Tom war gerade in der Lage, seinen Zelt abzubauen, er hatte nicht die beste Laune.

„Anna, wo warst du denn? Warum bist du denn abgehauen? Hey warum bist du so blass?“, schoss Tom wie eine Pistole aus seinem Mund als er mich sah. Ich sah ihn nur an und sagte nichts. Ich war am Tränen nah.

„Hör zu, ich bringe dich nach Hause, dann fahre ich schnell nach Hause und packe meine Sachen weg, komme dann wieder zu dir, dann reden wir okay?“

Ich nickte, aber er bräuchte ja nicht zu kommen, weil ich ja nichts sagen würde. Ich schämte mich so sehr... Das war’s… Mein erstes Mal, und ich hatte mir das ganz anders vorgestellt.

Ich wurde von Tom zu Hause abgesetzt und ging schnell in die Dusche. Nach dem Duschen war Tom auch schon da.

„So Anna, was ist los?“

Ich schaute ihn wieder nur an, lehnte mich an ihn und heulte los.

„To..m… ich ha…tte… das erste Ma…“

„Du hast was? Das erste Mal? Sex? Mit wem denn? Was bist du für eine?“

„Tom, ich wollte das nicht, wirklich, ich war breit, sodass ich keine Kontrolle über mich hatte. Ich kann mich daran wirklich nichts mehr erinnern und ich habe das heute Morgen erst gemerkt. Und Tom…. Ich war nicht verhütet.“

Er stand auf und hatte auch Tränen in den Augen gehabt und lief weg.

Paar Wochen vergingen und ich habe Schwangerschaftest gemacht, es war positiv. Mein Leben war eindeutig kaputt.

 

Es war gerade Mathe, gleich würde es klingeln. Frau Freter ging heute früher in die Pause, wir mussten aber noch in die Klasse bleiben. Lisa und Mona standen am Fenstern und kickerten: „ Anna, guck mal, was Tom da macht.“

Ich stand auf, und auf dem Weg zum Fenster bemerkte ich, dass ich diese Situation irgendwie kannte, aber dachte mir nichts weiter ein. Als ich aus dem Fenster schaute… Da war Tom und er hat ein großes Herz gezeichnet und es steht:       

Anna + Tom. Mir fiel ein, dass ich das schon mal geträumt habe. Ich kniff erstmal meine Arme, das mir beweisen sollte, dass diesmal wahr war. Es war wahr. Ich ging schnell runter, auch wenn es noch keine Pause war. Ich drückte Tom ganz fest.

Plötzlich kamen mir die Gedanken hoch.

„Tom, wir können nicht zusammen sein.“

„Warum nicht?“

„Ich bin…. Schwanger.“

Er schwieg… Nach einiger Zeit sagte er:

„Anna, dann werden wir zusammen deines Kindes groß ziehen. Ich kann nicht anders. Ich habe mich zu sehr in dich verknallt, und das schon lange.“

„Was war mit Lara?“

„Nichts war, ich wollte versuchen dich zu entlieben, weil ich Angst hatte, dass das unsere Freundschaft zerstören würde.“

Dann erzählte er mir noch dies und das, dass er mich wirklich über alles liebte.

„Tom, wenn unsere Beziehung nicht klappen sollte, dann werden wir wieder beste Freunden, okay?“

„Okay, Anna!“ Dann küssten wir endlich, wonach ich mir sehr gewünscht hatte…